Jahresrückblick 2025

Ein erfolgreiches Gartenjahr liegt hinter uns.
Luftfotografie: Jens Hauck

Das Jahr 2025 war reichhaltig und bescherte uns eine gute Ernte. Die regelmäßigen Hofverkäufe werden in der Umgebung immer bekannter und beliebter. Durch die „Förderprogramme Aktion Gesunde Umwelt und Aktion Nachhaltige Entwicklung – Lokale Agenda 21” erhielt die Gemüsegärtnerei ein neues Tropfbewässerungssystem, das den ehrenamtlichen Mitgliedern des Gärtnereiteams in Zukunft viel Arbeit ersparen und gleichzeitig Wasser sparen wird. Durch Arbeitseinsätze und Workshops konnte die syntropische Fläche auf der Nordwiese weiter bepflanzt werden und dieses hochproduktive System in Form von zwei syntropischen Gilden auch auf die Systeme der Südwiese übertragen werden. Seit Herbst gibt es auf dem Gelände auch ein soziales Projekt namens „Raum*frei“, das Jugendliche aus der Region in einem vom Verein Kultus e.V. betriebenen Dorf-Labor mit dem Waldgarten in Kontakt bringt. Darüber hinaus löste sich das Kernteam auf. Die Mitglieder des Waldgartens haben sich seit Herbst zu einem selbstverwalteten Gremium neu organisiert. 

Wie gut, dass vor dem bitteren Frost Mitte Januar nochmal Schnee gefallen ist und den Boden schützt (Foto von Viola)
Denn einige Pflanzen stehen im Januar schon in den Startlöchern, wie der Feldsalat bei Viola und Manfred … (Foto Karin)
… Oder der Porree im Wintergemüsebeet bei Karin (Foto Karin)
Rotkohl, Königskerze, grüner Salat und Schwarzkohl (Fotos Karin)
Erste Schneeglöckchen Anfang Februar
Erste Schneeglöckchen Anfang Februar (Foto Karin)
Der März hat schon mehr zu bieten: Die Haselnuss ist eines der ersten blühenden Gehölze
Auch die Kornelkirsche zeigt Mitte März ihre Blüten
Und sehr hübsch blüht auch schon das Lungenkraut (Pulmonaria officinalis), das übrigens hustenreiz- und entzündungshemmend wirkt.
Erster Bärlauch wächst auf unserem Gelände
Der Ölkäfer ist Im März schon regelmäßig zu sehen.
Diese hübsche Mandelblüte öffnete sich leider genau vor einer Frostnacht Anfang April
Bald wird es auch in der Gemüsegärtnerei wieder ergrünen. Die ersten Saaten sind schon unterwegs.
Am 13. April lässt sich der erste fingerdicke Grünspargel blicken.
Auch Mitte April ist unser Kürbisvorrat noch ergiebig. Hier ein gefüllter Ölkürbis von der Südwiese.
Besuch vom ZALF: Eine Doktorantin untersucht die Diversität in unserem Betrieb. Hier bei der Besichtigung einer syntropischen Gilde.
das stolze Gefühl nach einer Baumpflanzung! Danke an Bettina und Dominik fürs Pflanzen und Vincent für die Kirschpflaumenedelsorte!
Die solitäre Mauer-Lehmwespe (Ancistrocerus nigricornis) ist eine weitere sehr seltene Wespenart bei uns auf dem Gelände.
Nashornkäfer fühlen sich bei uns im Heukompost sehr wohl.
Dieser kleine Drache ist bei uns ein häufiger Gast im Garten.
Achtung blinde PAssagiere! Der Käfer hat sich eine Ladung Varoa-Milben eingefangen, die auch vielen Honigbienen das Leben schwer machen.
Na, Wer erkennt diese Blüten? Ein Tip: Sie werden einmal sehr leckere und beliebte Beeren werden.
Der Mai bringt das erste Wurzelgemüse.
Beim monatlichen Gärtnertreffen Anfang Mai entsteht ein neues Beet am Container.
Im Sämlingswald wurden die ersten Feldveredelungen durchgeführt. Hier ist erfolgreich die alte Pflaumensorte „Bühler Frühzwetschke“ auf der ausgesäten Kirschpflaume angewachsen.
Die Eisheiligen sind da! Auch in diesem Jahr warfen Spätfröste die jungen Nussbäume in der Baumschule in ihrer Entwicklung zurück.
Leider gab es in diesem Jahr auch nach den Eisheiligen noch Bodenfrost, der insbesondere den frisch gepflanzten Zucchinis stark zusetzte.
Der großgefleckte Spargelkäfer (Crioceris quatuordecimpunctata) legt seine Eier ab.
Auch die Marienkäfer vermehren sich. Es ist bisher ein fettes Läusejahr.
Wenn Schnittlauch nicht hauptsächlich zum Essen angepflanzt werden würde, dann ginge er locker als Blume durch. (Foto von Karin)
Auch in diesem Jahr wird unsere Zufahrt wieder alle engagierten mit jeder Menge Kürbissen versorgen.
10 Tage später lassen sich schon die ersten Hokaidos in den Saatlöchern blicken.
Die Luft duftet schwer nach den essbaren Robinienblüten. Sie schmecken süß und nach Erbsen.
Unglaublich, wieviele Menschen von dieser Blütenpracht satt werden könnten!
So wie Robinien reichern auch Ölweiden den Boden mit Stickstoff an. Hier eine Ölweidenwurzel mit Knöllchenbakterien.
Die ersten Tomaten bilden Ende Mai endlich ihre Blüten und werden hoffentlich bald tragen.
Eine gut gepflegte Baumscheibe mit Knoblauch und Beinwell als Unterpflanzung.
Die „Wilde Gilde“ in der Pappelallee entwickelt sich gut. Nur die Esskastanie in der Mitte hatte durch den Spätfrost einen leichten Rückschlag erlitten.
Beim Sämlingswald der Südwiese läßt sich ein erstes Spargelkind in der Dauergemüsereihe blicken. Es wurde letztes Jahr aus einem Samen gezogen.
Noch ist der Weiher trotz Frühjahresdürre mit Wasser gefüllt.
Am Ufer wächst üppig die besonders geschütze Sumpfschwertlilie (Iris pseudacorus).
Dass Gärtnern jung hält, ist bei uns ein Fakt.
Die Quittenveredelung ist auf dem sich selbst versamten Weissdorn angewachsen. Es gibt bei uns kaum eine besser geeignete Unterlage in Bezug auf die Standortangepasstheit!
Ende Mai ist unsere Hofverkaufssaison eröffnet. Hier mit unserem neuen KErnteammitglied Thomas.
Der Juni bringt jede Menge rote Farbtupfer.
Auch unter den Heidelbeeren wachsen erst mal die Walderdbeeren.
überhaupt ist dieses Jahr ein tolles Beerenjahr. Was zuviel ist, wird Marmelade für den Hofverkauf.
Pünktlich wie jeden Juli ist bei den Moschusböcken auf unserem Gelände wieder Paarungszeit.
Eine Holzbiene am Salbei. Beide stammen urspünglich aus viel südlicheren Gefilden.
Durch die lange Trockenheit war unser Weiher schon fast ausgetrocknet. Zum Glück haben die kleinen Kröten ihn schon vor einer Weile verlassen können. Und jetzt bitte fleissig Schnecken Jagen!!!
Ob wir diese Trauben noch ernten werden? An anderer Stelle stibitzten wahrscheinlich Waschbären alle Trauben lange bevor sie reif wurden.
Die ersten Paprika im Juli
Wunderschön, was die Natur an Farben hervorbringt!
Woher wissen die ameisen nur, dass der Regen kommt? Sie bauen ihre Nester immer einige Tage vorher höher, um die Brut vor Überschwemmungen zu schützen.
Der feuchte Juli war perfekt zum Pflanzen. bei den jungen Spargelsämlingen sieht man schon gut die dicken Speicherwurzeln. Geerntet werden kann von dieser Pflanze aber erst in 4 Jahren das erste Mal. Bis dahin muss die Pflanze erst einmal schön kräftig werden.
Pilze lieben natürlich auch das feuchte Wetter. Hier leckerer Shiitake.
Danke an die Mächte, die den Regen brachten! Aufgrund der vielen Niederschläge im Juli ist der Weiher endlich wieder etwas angefüllt.
Im Gemeinschaftsgarten wächst und blüht es seit dem Regen wie verrückt.
Da sie extrem schwierig zu sehen sind, ist dieser Totfund eines Mauswiesel (möge es in Frieden ruhen) der sichere Nachweis, dass wir diese extrem fleissigen Mäusejäger auf unserer Fläche haben. Danke an Sven vom NABU für den Fund und Hinweis!
Ende September erreicht das Gemüse in der syntropischen Gemüse- und Kräuterreihe seine erntereife.
Nebenan auf der Nordwiese eröffnet der Partnerverein Kultus e.V. den neu initiierten Jugendtreffpunkt mit Dorflabor und Makerspace.
Während im Freiland schon alle Tomatenpflanzen der BRaunfäule zu Opfer gefallen sind, sehen unsere begehrten Cocktailtomaten im Folientunnel noch hervorragend aus.
unser Hofverkauf beim Erntefest im Dorf. Alles kommt hier direkt aus Rehfelde-Dorf, sogar unsere zuckersüssen Wassermelonen!
Essbare Blüten
mindestens genau so schön sind die bunten Möhren.
Auch der Safran wird im September erntereif.
Auf der Nordwiese wird Mitte Oktober wieder eine neue Reihe gepflanzt.
Gemeinsam geht es schneller. Hier unsere „Syntropic Heros“ beim Pflanzeinsatz.
Eine Wickenwurzel mit Knöllchenbakterien.
Ein Wirsing wie aus dem Bilderbuch wächst in der Gärtnerei
Bunter und Reichhaltiger als im Herbst kann es beim Hofverkauf nicht werden.
Unsere blauen Kürbisse sehen aus wie riesige Feigen.
Mit dem feuchten Herbstwetter gibt es wieder mehr Pilze. Hier der heilkräftige Reishi.
Mit den kalten Nächten kommen auch die Austernseitlinge.
Ein Trauerspiel! Leider mag der Folientunnel die frostigen Nächte überhaupt nicht. Das war’s dann für dieses Jahr…
Plötzlich sind die Tage wieder so kurz, dass die Sonnenuntergänge schon am Nachmittag zu erleben sind.